Out of Africa – aber wie?
Seit Jahren stehen zwei Modelle für die Wanderung und Verbreitung von Menschenarten zur Diskussion: Das eine befürwortet mehrfache Wanderungsbewegungen von Menschen aus Afrika heraus, das andere besagt, dass frühe Menschen nur einmal ausgewandert seien und sich dann an verschiedenen Stellen der Welt Schritt für Schritt zum Homo sapiens weiterentwickelt hätten. In jüngster Zeit zeichnet sich eine Annäherung zwischen den beiden Modellen ab, die unter der Bezeichnung "Mostly out of Africa" geführt wird: Darin dominieren die afrikanischen Populationen zwar das Erbe des modernen Menschen, doch die archaischen Formen außerhalb Afrikas sollen ebenfalls einen geringen Anteil am Genpool haben.
Eher Bummelei statt Blitztour
Man darf sich dabei die unterschiedlichen Ausbreitungswellen nicht als geplante Wanderung von hier nach dort vorstellen. Bis vor 10.000 Jahren lebten Menschen vom Sammeln und der Jagd und streiften auf der Suche nach Nahrung umher. Wenn sich das Streifgebiet einer Gruppe auch nur um 1 km pro Jahr in eine Richtung verlagert hätte, könnten die Nachfahren von Ostafrikanern nach 15.000 Jahren Südostasien erreicht haben. Die Menschen folgten bei Veränderungen von Klima und Umwelt der Verbreitung ihrer Nahrungsgrundlage. Da sich die Menschenformen durch ihre kulturellen Errungenschaften, wie vielfältige Werkzeuge, Feuer und Kleidung, immer besser an neue Umwelten anpassen konnten, besiedelten sie zunehmend auch für sie zuvor unwirtliche Gebiete.
| Dienstag - Sonntag | 10 - 18 Uhr |
| Letzter Einlass | 17 Uhr |
| Kinder bis 5 Jahre | frei |
| ermäßigt: Kinder (6 bis 15 J.) | 3,00 € |
| Rentner, Studenten, Schüler | 3,00 € |
| Erwachsene (ab 16 J.) | 6,00 € |
| Familienticket | 15,00 € |
| Audioguide | 2,00 € (+10,00 € Pfand) |